mit: Swintha Girsthofer, Pascal Groß, Marion Reiser und Jan Walter

Dramaturgie: Julia Engelmayer

Bühne: Franziska Bornkamp

Choreographie: David Russo

Video / Recherche: Emanuel Megersa


Die letzten Jahre sind geprägt von großen öffentlichen Demonstrationen. Es war fast schon eine Kettenreaktion, wie sich diese Protestbewegungen global verbreiteten, die auch die gegenwärtige Welt prägen. Aus unterschiedlichen Motiven, mit aber einer gemeinsamen Energie, versammelten sich Menschen auf den öffentlichen Plätzen und solidarisierten und sich über das Internet miteinander. Es war als hätten sie ihre Stimme wiederentdeckt. Die Grüne Bewegung im Iran, die Jasminrevolution in Tunesien, die Proteste auf dem Tahrir Square in Ägypten, dem Plaza de Sol in Spanien, dem Green Square in Libyen, die Occupy Bewegung in vielen Metropolen weltweit, die Regenschirm Bewegung in Hongkong, die Studentenproteste in Chile, WikiLeaks und Whistleblower und viele mehr.


Diese Bewegungen teilen den starken Willen nach Veränderung, der gemeinsam, aktiv und öffentlich artikuliert wird. Man will den Status Quo nicht mehr hinnehmen.

Wenn man mitten drin ist, live bei einer Demo (oder sogar auch über facebook, z.B. bei Charlie Hebdo), erlebt man die Kraft und Macht der Masse. Als Teil von ihr wird auf einmal das „wir“ spürbar, nachdem wir uns gesehnt haben, ohne dass uns das vorher bewusst war. In dem Moment passiert bei dem Einzelnen eine emotionale Ausschüttung aus Euphorie und Adrenalin, die stark, anziehend und faszinierend ist, und gleichzeitig auch ein gefährliches Potential in sich birgt, weswegen Massen manchen wiederum regelrecht Angst macht, die für Andere aber vielleicht sogar einen Teil des Reizes ausmacht.


Wir wollen diesen Moment untersuchen. Wir vermuten dort einen Impuls, den jeder von uns auch einzeln nutzen kann, um zu einer gesellschaftlichen Veränderung beizutragen.


Und wir wollen Geschichten von Menschen erzählen, die den Impuls dieses Moments ergriffen haben und die, jeder auf seine Weise, etwas „Großes“ zu der Veränderung beigetragen haben. Menschen wie uns, die aber mutig aus dem „Wir“ als Masse herausgetreten sind, um für ihre Überzeugung und im Sinne der Gemeinschaft ein Zeichen zu setzen.



Eine Produktion von:                                                                      






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Flammende Reden, brennende Plätze

ein Experiment über die globale Gesellschaft

LANDESTHEATER NIEDERÖSTERREICH


PREMIERE AM 09. JANUAR 2016



satellit produktion | 2015